Fotos von Robert Baur

Schwarz weiße Fotos aus vier Alben, die in den Jahren 1929 bis 1935 angelegt wurden.


                                  

Das älteste Foto von dem Fuhrunternehmen Mendler stammt aus dem Jahre 1910, das Haus ist noch im Allgäuer Stil,  mit flachem Dach. Noch herrscht wenig Verkehr, so kann sich die Familie für den Fotografen gefahrlos auf der Straße aufstellen. Pferde und Leiterwagen stehen bereit.   


                    
                                                                                                                                             

1935  Das Haus hat nun ein steiles Dach, es hat zwei Hälften und zwei Besitzer. Im nördlichen Teil ist das Geschäft von Johann Becherer. Zwei Kinder gehen auf der autofreien Straße.

     

Im Vordergrund steht dieFamilie Mendler . Noch kann man sich für den Fotografen auf der Hauptstraße aufstellen ohne den Verkehr zu fürchten. Gusseiserne Wegweiser zeigen nach Kempten und Wiggensbach. Heute ist das Dorflädele im Haus.


                                

Hans und Josef Mendler auf dem Motorrad



                       

Adolf Baur, 1934 - 2003, heiratete Antonie Mendler, er erwarb sich in Altusried große Verdienste um den Naturschutz. 22 Jahre lang war er Vorstand  der Natuschutzgruppe. Auch als Fotograf von Alpenblumen wurde er bekannt. In seinem Archiv schlummern heute noch 15000 Dias wohlgeordnet.      2.Bild:  Mitspieler bei den Freilichtspielen 1982, erste Reihe, zweiter von links

          


                    

Der Pfarrhof von Altusried war ein ansehlicher Bau. Er wurde 2014 abgebrochen. Es gibt aber noch zwei Bauten im ähnlichen Stil, die erhalten geblieben sind, das Krün Haus im Zentrum und das Grotz Haus in der Leutkircher Straße.


           

1935 Ein höherer geistlicher Amtsträger ist mit Chauffeur am Pfarrhof eingetroffen. Auf dem Kotflügel flattert eine Standarte  Im Hintergrund ein Wirtschaftsgebäude. Es ist der Pfarrstadel. Bei den Besprechungen mit Pfarrer Sälzle  geht es sicher auch um die Streitigkeiten betreff alter oder neuer Tabernakel. 

Die marianische Jungfrauenkongregation war eine Jugendoganisation für junge und unverheiratete Frauen, die sich unter dem besonderen Schutz Mariens stellten.



                                                             

Lora, der Papagei des Pfarrers Sälzle. Der Kaplan versucht eine Dressur.





             

Es haben sich aufgestellt: Kaplan Lauer und  Pfarrer Sälzle.   Vorne: Johanna, Vrona und Resi
Auf dem zweiten Bild ist Vrona mit den zwei Hündchen Karin und Rimmi. Im Hindergrund der Friedhof, darin ein großes Grabmal im neugotischen Stil, das heute nicht mehr vorhanden ist.

         

Kleine Lourdesgrotte im Pfarrgarten 2014, aus dem Jahr 1932 gibt es ein Photo mit Kaplan. Hinter der Grotte ein Gartenhaus.



             

Der Blick geht über das Illertal und die bewaldeten Hänge, links über der Iller schon auf Dietmannsrieder Gebiet der Weiler Winkels


                                                                           
                                     

Illerdurchbruch bei Kalden, rechts der Baldauf Hof in Pfosen       Schifffahrt auf einem Mühlenweiher

                                                                                   



Der Christbaum war in der Regel ein halbhohes Fichtenbäumchen mit Lametta und Silberkugeln geschmückt auf einem Tisch stehend.


Pfarrer Sälzle inmitten einer Gruppe, Pfarrer Sälzle ist immer gut aufgelegt, auch das Hündlein darf  dabei sein.


          

Der Frauenbund macht einen Ausflug in das Günztal unterhalb von Ottobeuren. Von Ottobeuren sieht man die Basilika und das Ämtergebäude.






Pfarrer Sälzle und eine kleine Frauengruppe vor den Steilwänden von Kalden






1931  Fast alle Einwohner nehmen an der Fronleichnamsprozession teil. Zuschauer gibt es keine. Die Häuser sind mit Girlanden geschmückt.Viele Mädchen und junge Frauen mit bekränztem Haar. Drei Häuser zur Rechten: das Doppelhaus, das Haus Eurich und der Gasthof zur Post. Was sonst in der   Kirche verborgen ist, wird an diesem Tag sichtbar durch den Ort getragen, die Hostie unter dem Tragehimmel und die Gottesmutter auf einer Sänfte.





                   

1.  Aufstellung zur Prozession, das Kriegerdenkmal noch in der alten Form.
2.  Prozession auf der Hauptstraße                                                                                                                               3.  Am Kaufhaus Brändle war ein Altar aufgebaut. Die Stufenfassade gab hierfür einen schönen Hintergrund








1934  Aufstellung vor der Pfarrkirche Altusried zum Hochzeitszug








Auch die Pfarrgemeinde mit Pfarrer Sälzle beteiligte sich an dem Altusrieder Theaterleben. Der Frauenbund führt die Tradition bis heute weiter.





    

Für sportliche Aktivitäten eigneten sich die Knickerbocker (Überfallhosen) gut. Diese Mode kam aus England.


 

Wintersport in dem schneereichen Winter von 1931


                           

1932  Primiz: Der Primiziant Wagenpfeil und die Kommunionkinder besuchen Lina Geißelmann.





                

  •  Leonhard im Führerhaus und Seppl, der Lastwagen steht vor dem Lagerhaus in Altusried, die   Fensterläden haben ein auffälliges Karomuster, anno 1932
  • Fracht- und Güterverkehr der Firma Mendler
  • Drei weißgekleidete Festteilnehmer vor dem Auto.



 

  • Schrift auf der Fahrertüre: Sepp Mendler, Spediteur, Altusried, Tel. 10    . Für die Telefonliste reichten damals in Altusried noch zweistellige Zahlen aus.
  • Amtliches Kennzeichen für den Magirus Diesel : II Z 58469     , II Z bedeutete, zugelassen in Schwaben
  • Opel PKW



             

Georg Mendler auf dem LKW Magirus Diesel, er fährt aus der Kiesgrube am Gaisberg

Opel Lastwagen 1932 von der Firma Mendler



        

Fasching an 1930

    1.   Mädchen in Schachteln vor Geißelmannhaus

    2.  Faschingstreiben zwischen Alte Schule und Fähnle

    3.  Der Dompteur dressiert.

    4.  Auf dem Traktor steht SHW. Das heißt Schwäbisches Hüttenwerk.



              


  1. Die Sieben Schwaben vor dem Gemischtwarengeschäft Georg Fähnle Kaffee
  2. Der Amtsschimmel wiehert auf dem LKW
  3. Trachtenpaar


          

                  
Der Winter 1931 war besonders schneereich.




                 

1.  Die Heuernte war sehr arbeitsintensiv. Oma, Opa und Geschwister helfen mit.
2. Hedi auf dem Zaun sitzend. Im Rücken Altusried. An den zwei Straßen erkennt man, dass der Ort auf dem Berg Altusried ist.



                                      

Blick vom Kirchturm nach Norden anno 1933, wir sehen die Dächer der alten Schule, der neuen Schule und des Pfarrhauses. Zur Rechten erkennen wir die Sonne, das Wirthensohn Haus, das Georg Burger Haus, das Frischknecht Haus und das Fischerhaus. Auf den Wiesen im Zwickel zweier Straßen das Briechle Haus.
Blick vom Kirchturm nach Norden anno 2014, Farbfoto, die Siedlung ist zu einem Häusermeer angewachsen.


                                          

Wir blicken vom Kirchturm nach Osten. In der Mitte dominiert das Brändle Kaufhaus. Typisch für das Haus die Rundbogen im Erdgeschoß und der Stufengiebel. Zusammen mit dem Kellnerhaus und dem Rathaus bildete die Häuserzeile ein harmonisches Dreierensemble, denn auch das Rathaus besaß zur Straße hin zwei Rundbogen.   Links von dem Brändlehaus und etwas zurückgesetzt das sogenannte Schlössle,  ein turmartiges Walmdachgebäude, darin wohnte zeitweise der Amtmann der Grundherrschaft. Der Garten vor dem Bären war noch ein Gemüsegarten, umgeben von einem eisernen Zaun. Auch zum Rössle hin war noch Platz für einen Garten. Rechts oben  führt der Schleifweg kerzengerade nach Osten zur Josefshöhe vorbei an dem Kastanienwäldchen.
Der eigentliche Marktplatz von Altusried in früheren Zeiten war der Raum zwischen Bären, Brändlehaus, Kellnerhaus und Rössle. Allerdings wurde durch den Bau der Sparkasse* in den Fünfzigerjahren der Platzcharakter  zerstört. Deshalb wurde ein neuer Marktplatz gesucht. Man fand ihn durch den Umbau der Sennerei zum Rathaus und dem Bau des Andreas Hofer Hauses. Die Fläche dazwischen ergab den neuen Marktplatz.

*Bauherr des Sparkassenhauses war Heubuch, farbig gefasst wurde es durch den Maler Franz Weiß Kempten. Das H erinnert an Heubuch.






Der Blick geht vom Kirchturm nach Südosten, hinweg über das Krünhaus und das Haus der ehemaligen Bäckerei Durst. Oben erkennt man am Ortsrand die Magnuskapelle. Heute steht sie inmitten eines Häusermeers.



1938 erhielt die Turmuhr ein neues Zifferblatt. Pfarrer Sälzle steht auch dabei.





                      

1.  Das Kommunionbild entstand am Eingang des Pfarrhauses. Alle Mädchen sind weiß gekleidet.
2.  Alle Kommunionbuben im Einheitsgewand, dazu die verzierte Kerze mit Tropfenfänger und weißer Schleife, eine kniekurze Hose, schwarze Strümpfe, weiße Handschuhe, eine Laudate und eine Schildkappe.



Eine Altusrieder Schulklasse, anno 1920. Rechts Lehrerin Rosa Dempf.