Konrad


Bilder und Karten stammen aus dem Besitz von Frau Hedwig Konrad. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger Sammeltätigkeit. Die Farbfotos hat Franz Feldmeier aufgenommen.



                                                                                       

Am Kirchberg
Vier Gebäude sind erkennbar. Rechts die Alte Post. Die Gaststube  mit Fensterläden. Runde Kränze erinnern an einen Festtag. Vor der Post sechs Pfosten zum Anbinden der Pferde. Zur Rechten sieht man noch das Thanner Haus mit den Mansarden, dahinter das Finsterlin Haus. Zur linken Seite das Maler Konrad Haus  im Allgäuer Stil mit einem flachen weit überstehenden Dach.





                                                                            

Ökonomie von J.G. Reisacher  um 1900           Nach einem Brand 1926 Umgestaltung zu einer Schule




                                                                             

Im Hintergrund das Forsthaus                             Der Weiler Ursulers. Strommasten begleiten
                                                                                     die Straße nach Spöck und Kimratshofen.



  1903  
       1914                      

Forsthaus
Hinter dem Gschnaidt erstreckt sich ein großes Waldgebiet, der sogenannte Staatswald. Zu Zeiten, als      man noch die Bäume mit Äxten fällte und es noch keine Baumerntemaschinen gab, brauchte man viele Waldarbeiter. Auch Waldhäuser und Forsthäuser waren notwendig. Erbaut wurde das Försterhaus im Jahre 1838 von Revierförster Franz Fasold. Heute ist das Forsthaus eine Eventbühne und ein Standort für Vorträge, Seminare und Erlebnisworkshops.         



                                                               heute
                                   
Primiz
Bild 1 : Es ist der 29. Juli 1925. Ludwig Dorn feiert in seinem Geburtsort Primiz.Ein langer Festzug zieht sich den Kirchberg hinauf. Vor uns die Abteilung der Männer, alle in schwarzen Anzügen und mit Hut, sie gehen im Gleichschritt.    Bild 2 : Zug derFrauen. Vorne die Jungfrauenkongregation mit Kränzen auf dem Haar. An der Kleidung erkennt man die Zwanzigerjahre. Ein Feuerwehrmann mit Pickelhaube sorgt für Ordnung. Rechts eine hoher maibaumähnlicher Stamm, es ist der Primizbaum.





Ein Primizzug führt an der Metzgerei Bartenschlager vorbei. Der Primiziant sitzt in der Kutsche.



                                                          
1903
 Drei Personen vor dem Gasthaus zur Post
Metzgerei, Besitzer Joseph Gerl, in der Mitte geschwungene Südfassade des
späteren Schulgebäudes, abgegangen am 11. 9. 1909


       


1926
Drei Ansichten von Kimratshofen



              Milchwerk heute
Kimratshofen 700 m über dem Meeresspiegel



                   
Pfarrkirche St. Agatha noch in der alten Fassung von 1900



          
          
Mit dem Nationalsozialismus sollte ein neues Zeitalter beginnen, nämlich das Tausendjährige Reich . Das Buch Mein Kampf gab die Richtlinien vor. Symbol für die neue Zeit war das Hakenkreuz, das  als leuchtende Sonne über Dörfer und Städte aufgeht. Dazu ein prächtiges Alpenpanorama. Tatsächlich sind von diesem Standpunkt aus die Alpen nicht sichtbar. 
                                   



                        


Franz Feldmeier fliegt über Kimratshofen. Man erkennt das Fässle mit Brauhaus, das  Greuter Haus, die Polsterei Schugg, früher Haushaltswaren Kalhorn, Gemischtwaren Glöggler und die Gendarmerie. Von oben: Rothärmel Hof, ehemalige Schmiede, Steinhauser, ehemals Schugg und Endres Hof, heute EVG.  
     Auf Bild Nr. 3 steht Frau Glöggler vor dem Gemischtwarengeschäft. Schwepunkt ihres Angebotes sind Milchprodukte wie Butter und Käse. Auf einer schwarzen Tafel stehen mit Kreide geschrieben die besonders empfehlenswerten Waren. Eine blauweiße Tafel zeigt die Embleme BMA, das heißt Bernhard Müller Augsburg. Eine weiß grüne Tafel mit Thermometer wirbt für Underberg.
                          
                      

                  Adresse:  Herr Pfarrer Brecheisen am 3. 7. 1942

173 Jahre und fünf Generationen sind vergangen. Wir sehen Kimratshofen, wie es  war. Auf dem Berg steht der Vorgängerbau der heutigen Kirche . Von ihr blieb nur der Turm aus Tuffstein, er wurde aber durch einen Aufbau im neugotischen Stil wesentlich erhöht. Im Vordergrund eine Weide mit drei Kühen und dem Hirten, umgeben von einem Holzzaun. Man sieht es sind zwei Dörfer, Oberhofen auf dem Berg mit der Kirche und in der Ebene Kimratshofen.




                                     

Vier Ansichten von Kimratshofen                       Pestkapelle



                                         
Theo Waigel ist zu Besuch bei seinem Freund Cyprian Greuter  1990.  Es gibt Kaffee und Kuchen.



                 
           
Jugendstilornamente umrahmen die Karte. Die Schatten des Reisacherhauses fallen auf die Warenhandlung.               Adresse: Herrn Hein. Wick stud. litt. Kempten Allgäu



    
                             

  • Schule und Hauptstraße 1927. Links vor dem Stiefenhofer Haus ist eine Widderpumpe. Dieser Mechanismus nutzt den Druckstoß um einen Teil des Wassers, mit dem die Pumpe angetrieben wird, auf ein höheres Niveau zu heben.
  • Heuernte und Doktorhaus um 1890         



                                          

Weissblauer Himmel        Kurz Laden in Oberhofen           Kimratshofen von Norden 1950


                                           Schweineberg                                                                                                   

Vom Ort Kimratshofen kann man das Gebirge nicht sehen, denn nach Süden versperren hohe Hügel die Sicht. Man muss schon auf den Kirchturm in Oberhofen steigen, um die Allgäuer Alpen zu sehen. So hat E. Felle aus Isny recht kunstvoll ein Alpenpanorama im Bogen gezeichnet, dazu die ehemalige Burg Hohenthann, die Kirche St. Agatha und zwei Wappen.    Wer das Gebirge sehen will, kann auch auf den Schweineberg, ein fast baumloser Wiesenhügel gleich in der Nähe, steigen und im Süden über Mittelberg die Alpen sehen.   



                                       Polsterei Schugg heute

 

Partie mit Spezerei und Schnittwarenhandlung von Jakob Hug.                                                     Später Kalhorn Haushaltswaren.   Heute Ludwig Schugg Polsterei.


                                                           
 1930 Postkarte an den Benefiziaten  

                        
                                                                    
                                                           

Die Postkarte erlaubt einen Einblick in die Welt des Handels um 1906. Eine Verpackungsindustrie gab es noch nicht. Zum Verkauf wurden die Waren in Tüten geschaufelt oder in Papier gewickelt oder in Gefäße gegossen. Damit genug Platz für das Vielerlei da war, ließ Alois Hartneck  auf Maß Regale, Schränke und Theken um eine Insel in der Mitte herstellen.

  früher                    heute                              

In der Waldstraße ist das Haus des Schmiedes. Auf der Ostseite des Hofes ist eine Schmiedewerkstatt angebaut. Vor dem Haus steht der Schmied mit seiner Frau. Ein Bauer hält sein Pferd zum Beschlagen bereit. Auf die hölzernen Räder müssen eiserne Reifen aufgezogen werden.

Wegen der Verbreiterung der Straße musste die Schmiedewerkstatt abgerissen werden.  



                                                                              
                                                                                                                          ........................


In den Fünfziger Jahren war Franz Feldmeier Hauptlehrer an der Schule  Kimratshofen. Er war auch ein ausgezeichneter Fotograf. Seine Bilder dokumentieren den Ort und die Zeit der Fünfzigerjahre. Damals hatten noch alle Häuser rote Dächer. Die Neubaugebiete waren noch nicht erstellt. Unterrichtsziel war auch das Kennenlernen der vielen Weiler und Einöden rings um Kimratshofen. Die Erlaubnis für die Wiedergabe der Bilder von Feldmeier gab sein Sohn Bernhard.




                                    
  • Vor der Schultüre
  • Wanderung im Oktober
  • Die Schüler saßen noch in Bänken.
  • Wanderung zur Wallfahrtskapelle im Gschnaidt
  • Wolkenberge


                    

  • Wanderung vom Gma nach Hohenthann
  • Gewitterstimmung über der Pestkapelle
  • Blick über Löwenzahnwiesen
  • Rast am Holzbrunnen in Walkenberg



                        heute

  • Die  "Tausendjährige Linde" in Walkenberg gibt es leider nicht mehr.
  • Blick vom Röthenbach nach Oberhofen
  • Landstraße von Kimratshofen
  • Hinter dem Schneezaun die Pestkapelle



                    
        

  • Die Blasmusik marschiert am alten Pfarrhaus vorbei. Leider wurde der Pfarrhof abgerissen.
  • Frauen und Kinder gehen am Pfarrhaus vorbei. Wer die beiden Bilder genau anschaut, erkennt, dass eines spiegelverkehrt ist.
  • Den Weg entlang des Röthenbachs nennt man Hohlgraben.
  • Man sieht in der Mitte ein langgestrecktes Gebäude, man sagt heute noch zu dem Bau Wurstfabrik, denn ursprünglich war es als Großmetzgerei geplant.
           




                   

  •  Abendrot über Kimratshofen
  • Foto vom Kirchturm aus
  • Winterbild
  • Wassergat



Die Schulkamera, eine Agfa Syncro Box, von Feldmeier hat die Jahrzehnte überdauert. Man fand sie in einem alten Schulschrank.
                                                                              
                                                                                           



            

Vereinödung
Die Symbole zeigen an
  • Höfe, die hinausgebaut wurden
  • Höfe der Gotteshaushuber *
  • Höfe in der Hand der Pappenheimer oder Fugger                                                                                    
*   Unter Gotteshaushuber verstand man die Zugehörigkeit der Höfe zum Stift Kempten.

Geschichtstafel von Traut, Thiemer und Marmon